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Gemeinde
Stötten a.Auerberg

Kinder bauen Lebensräume für Wildbienen in Stötten

Stötten am Auerberg – Ein spannender und lehrreicher Nachmittag erwartete elf Kinder beim Ferienprogramm des Kreisjugendring Ostallgäu in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein Stötten. Unter dem Motto „Rettet die Wildbienen“ stand am Samstag, den 11. April, alles im Zeichen der heimischen Insektenwelt. Von 13:30 bis 16:30 Uhr drehte es sich dabei um die pelzigen, meist solitär lebenden Schwestern der Honigbienen.

Dabei wurde nicht nur gebuddelt und geformt – die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren auch viel Wissenswertes über die Bedeutung dieser oft unterschätzten Insekten für das ökologische Gleichgewicht. Dazu vier Stationen:

Zuerst ging es um den Bau von zwei Sandarien: Ein Sandarium ist ein Nistplatz für bodennistende Wildbienen. Mit Schaufeln und großem Eifer machten sich die Kinder daran, Löcher zu graben, Kies, ungewaschenen Sand aufzuschichten und Totholz als zusätzlichen Anreiz zum Nisten einzufügen. Als zweites Sandarium füllten sie in eine Zinkwanne Kies und ein Erd-/Tonmehlgemisch ein. Jeweils wurden Tränken aus kleinen Muschelschalen aufgebracht.

Eine nächste Aufgabe bestand im Herstellen eines Insektenhotels. Die Kinder bohrten große und kleine Löcher in Holz, feilten die Ränder und durften ihre selbstgemachten Wohnungen für Hautflügler mit nach Hause nehmen.

Nicht fehlen durfte das Anlegen eines großen Wildblumenbeetes, denn schließlich wollten die Kinder nicht nur die Wildbienen anlocken, sondern diese auch ernähren. Ein Erd-/Sandgemisch war die Grundlage für das Ausbringen von Wildblumensaaten. Speziell dachten wir auch an die Knautien- Sandbiene, die sich fast nur von der Witwenblume ernährt. Nun hoffen wir auf einen reich gedeckten Tisch für die Nützlinge in diesem Sommer.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt: Gemeinsam wurde ein kleiner Imbiss aus Gemüse und Obst (von Wildbienen bestäubt) zubereitet, der am Ende restlos aufgegessen wurde – ein klares Zeichen für die gelungene Mischung aus Aktivität und Genuss.

Ein besonderes Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Eine Mauerbiene schlüpfte direkt vor den Augen der Kinder und krabbelte sogar über so manche Kinderhand. Dieses unmittelbare Naturerlebnis sorgte für Staunen und Begeisterung – ein Moment, den wohl keiner so schnell vergessen wird.

Nach drei intensiven Stunden voller Bewegung, Kreativität und spannender Einblicke in die Natur zogen die Veranstalter ein durchweg positives Fazit. Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache, arbeiteten konzentriert und hatten sichtlich Freude daran, selbst aktiv zum Schutz von Wildbienen beizutragen.


Strauchschnittkurs – gesunde Sträucher richtig schneiden

17.10.2026, 14:00 Uhr (Ort siehe Aushang im Dorf oder Programm des Gartenbauvereins)

 

Viele Gartenfreundinnen und -freunde greifen beherzt zur Schere und verpassen ihren Sträuchern einen Radikalschnitt „oben quer“. Das sieht auf den ersten Blick ordentlich aus, führt aber oft zu unschönem Besenwuchs, verdichteten Spitzen und kahlen unteren Bereichen. Sträucher sind Lebewesen – sie reagieren auf jeden Schnitt, und wer die falsche Technik anwendet, bremst ihre Gesundheit und Schönheit aus.

In unserem Strauchschnittkurs erfahren Sie, wie Sträucher fachgerecht geschnitten werden. Sie lernen, wie man sie in Form hält, gesund wachsen lässt, zu hoch werdende Pflanzen bändigt und gleichzeitig eine gleichmäßige, attraktive Struktur erreicht. Der Kurs zeigt Schritt für Schritt, worauf es ankommt, damit Sträucher langfristig vital bleiben und den Garten verschönern.

Ein Kurs, der sich für alle lohnt, die das Beste aus ihren Sträuchern herausholen möchten – und die Lust haben, den üblichen „Radikalschnitt-Fehlern“ ein Ende zu setzen!


Wie finanziert sich eigentlich unser Verein?

 

Viele Mitglieder und Interessierte fragen sich, wie sich unser Gartenbauverein eigentlich finanziert – und wie es möglich ist, Jahr für Jahr ein so vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Dahinter steckt eine Mischung aus festen Einnahmen, kreativen Aktionen, großzügiger Unterstützung und ganz viel ehrenamtlichem Engagement.

Eine wichtige Grundlage bilden die Mitgliedsbeiträge. Allerdings verbleibt davon nur etwa ein Fünftel tatsächlich beim Verein, da der Großteil als Verbandsumlage und für den Gartenratgeber weitergegeben wird. Umso bedeutender sind zusätzliche Einnahmequellen, ohne die unsere Vereinsarbeit in dieser Form nicht möglich wäre.

Traditionell dürfen wir uns über Spendeneinnahmen aus beliebten Veranstaltungen freuen: der Palmsonntagswanderung, der Verteilung der Kräuterboschen sowie der Pilzexkursion. Der Grundschulwettbewerb wurde dankenswerterweise von einer Bank gesponsert – ein schönes Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit örtlichen Unterstützern.

Die wichtigste Einnahmequelle der vergangenen Jahre war der Verkaufsstand auf dem Herbstmarkt. Umso schmerzlicher war es, dass dieser Markt leider nicht mehr stattfindet. Um den dadurch entstandenen Einnahmeausfall  auszugleichen, hat der Verein in diesem Jahr erstmals am Nikolausmarkt teilgenommen. Dort wurden mit viel Liebe selbst gebundene Advents- und Türkränze angeboten. Zahlreiche fleißige Helferinnen kranzten an mehreren Tagen unermüdlich und sorgten dafür, dass der Stand ein voller Erfolg wurde.

All diese Einnahmen sind notwendig, um die laufenden Ausgaben des Vereins zu decken. Dazu zählen unter anderem die Nachpflanzung auf der Streuobstwiese und an der Kräuterschnecke, Spesen und Honorare für Referentinnen und Referenten, Grabschalen für verstorbene Mitglieder, Preise für den Grundschulwettbewerb sowie Auslagen für Bastelmaterial. Auch ganz alltägliche Dinge wie Büromaterial für Einladungen zur Mitgliederhauptversammlung oder zum Adventshoigarta gehören dazu.

Ein besonderes Anliegen ist dem Gartenbauverein seit jeher die Jugendarbeit. Seit einigen Jahren gibt es die Kindergruppe „Schnuppergartler“, die mit großer Begeisterung ein eigenes Gemüsebeet im Dorf bewirtschaftet. Obwohl viele Pflänzchen selbst gezogen werden, fallen Kosten für Gemüsepflanzen, Saatgut, Dünger, Gartengeräte, Bretter, Komposter, Frühbeet und vieles mehr an – ebenso für Bastelmaterial und Lebensmittel. Das Programm bereitet Kindern wie Erwachsenen großen Spaß und ist aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

Alle Helferinnen und Helfer arbeiten dabei ehrenamtlich: Sie schenken Zeit, teilen ihr Wissen und stellen oft sogar ihre eigenen Gartengeräte zur Verfügung. Ohne die zusätzlichen Einnahmen aus Spenden und Verkaufsaktionen wäre insbesondere die Durchführung des Kinder- und Jugendprogramms in diesem Umfang nicht möglich.

Dank erfreulich hoher Spendeneinnahmen im Jahr 2025 und dem erfolgreichen Verkauf auf dem Nikolausmarkt kann der Verein mit einem kleinen Plus ins neue Jahr starten. Umso mehr freuen wir uns, dass das Kinderprogramm auch 2026 wieder stattfinden kann.

Ein herzliches Dankeschön an alle Gönnerinnen und Gönner, Helferinnen und Helfer sowie an alle, die unseren Verein auf so vielfältige Weise unterstützen!


 

Gartenbauverein Stötten e. V.